Die Gruppen in den Sippen bestehen größtenteils aus gleichaltrigen Mädchen*, die mit der Zeit nach und nach verschiedene Halstücher (oft postuliert mit „Stufen“) durch eine Ernennung erhalten, welche  jedoch nicht mit Prüfungen/Proben belegt sind.
Wichtel, Greenhorn, Pinne werden im jeweils passenden Alter, individueller Reife und persönlicher Entscheidung ernannt. Nach dem Abschluss des Juleica-Ausbildungsjahres kann eine Person zur Finne berufen werden. 

Das bordeaux-rote Trachthemd zeichnet unsere Pfadfinderinnenschaft aus. Das Hemd ist der erste Teil der Tracht, den man bekommen kann, wenn man sich der Pfadfinderinnenschaft zugehörig fühlen möchte - ohne Versprechen. Das Hemd oder eine Takelbluse kann über die Gruppenleitung oder im Büro für 30€ gekauft werden. 



Wir beginnen unsere Gruppen mit Mädchen* im Alter von ca. 8 Jahren. Die Zeit zwischen dem 8. und dem 11. Lebensjahr nennen wir die Wichtelzeit.

In dieser Zeit sollen die Mädchen* Erfahrungen in der Natur, mit sich selbst und den anderen der Gruppe machen. Im Vordergrund steht das experimentelle und spielerische Erleben. Es bildet sich eine Gruppengemeinschaft, in der gegenseitige Rücksichtnahme, Zuhören und Sich-behaupten gelernt wird. Sie lernen eigene Stärken und Schwächen besser kennen und entwickeln Verantwortung für andere.

 

Wenn man das gelbe Wichtelhalstuch bekommt,  wird versprochen:

 

   „Ich will den Mädchen in meiner Gruppe eine gute Kameradin sein!“



Alle Mädchen*, die die fünfte Klasse besuchen oder älter sind, sind Greenhorns. Sie können nun den selbstgeflochtenen Halstuchknoten tragen. 
Die Geenhorns machen sich nun auf den Weg, Pfadfinderin in der HMP zu werden. Dabei setzt sich die Einzelne, wie auch die Gruppe immer wieder mit dem Pfadfinderin-Sein auseinander: Was bedeutet das? 
Die Greenhorns gehen zelten und fahren mit auf die Sommerlager. So lernen sie nach und nach die praktischen pfadfinderischen Techniken und Nützliches, um sich im Wald und der Natur zu Recht zu finden. Auf dem Weg zur Pfadfinderin sollen die Greenhorns die Möglichkeit haben, verschiedenste Erfahrungen zu machen: 

  • Erfahrungen mit ihrer Kreativität
  • Erfahrung der Verantwortlichkeit im Umgang mit sich selbst, anderen und anderem
  • Erfahrung im Finden ihrer eigenen, individuellen Pfade und Ausdrucksformen
  • Erfahrung beim Erlernen von sozialem Verhalten in der Gruppe
  • Achtung vor der Natur, aus der auch Taten folgen
  • Erfahrung mit Jesu Botschaft und Gott

In den Greenhorngruppenstunden werden unsere Wegzeichen besprochen und deren Bedeutung für jedes einzelne Mädchen*, die Gruppe und die Gemeinschaft der Pfadfinderinnen erkundet. Ziel ist es, eine Ausrichtung des alltäglichen Lebens an den Wegzeichen und dem Pfadfinderinnenversprechen anzustreben. In diesem sicher immer andauernden Prozess, sollen die älteren Pfadfinderinnen und Finnen die jüngeren durch ihr Vorbild zur schrittweisen Umsetzung anregen. 

Die Greenhorngruppe plant und führt vor der Ernennung zur Pinne eine Fahrt in der Umgebung durch. 

 

Wenn man den Halstuchkoten bekommt, wird versprochen: 

 

"Ich will den Mädchen in meiner Gruppe weiterhin eine gute Kameradin sein und das Pfadfinderin-Sein in der HMP kennenlernen! "



Wenn die Mädchen* 14 Jahre alt sind oder konfirmiert werden, können sie sich entscheiden zur Pfadfinderin ernannt werden zu wollen. 

Als Pfadfinderin (Pinne) ist man über die Gruppe hinaus stimmberechtigter Teil der gesamten Pfadfinderinnenschaft. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit und Umsetzung der Wegzeichen im Leben geht weiter. Die Gruppe setzt sich verstärkt eigene Ziele und Aufgaben und gestaltet das pfadfinderische Gruppenleben zunehmend selbst. 

Die Pinnen können sich durch das Übernehmen von Aufgaben für die Gemeinschaft auch direkt in die Sippe und deren Aktivitäten einbringen, z.B. bei der Gestaltung des Sippengeburtstags, der Waldweihnacht, eines Geländespiels oder anderer Veranstaltungen. In der FeuerFlammeZeit werden sie dabei begleitet. 

Auch wachsen sie zunehmend in eine Vorbildfunktion für die Jüngeren hinein. Einzelne Pinnen, die Freude an der Arbeit in den Wichtelgruppen haben, können hier auch schon unterstützend tätig sein. 

Meist ist "auf Fahrt sein" und das gemeinsame Erleben zentraler Akzent der Pinnengruppe. 

 

Wenn man das blau-weißes Tuch bekommt, wird versprochen: 

 

"In der Hoffnung auf Gottes Hilfe will ich mich auf den Weg machen, die Natur, meine Mitmenschen und mich selbst zu achten und für ein freies, bewusstes Leben einzustehen. Ich will mich an christlichen Werten und den Wegzeichen orientieren."

 



Um eigene Gruppen oder Veranstaltungen in der Pfadfinderinnenschaft zu leiten, muss der Ausbildungskurs zur Jugendleiterin (Finnenkurs),  gemacht werden. 

Nach der Teilnahme an dem Kurs kann man am Jahrestreffen zur Finne (abgeleitet von Pfadfinderführerin) berufen werden. 
Als Zeichen der Finnen tragen wir das internationale Zeichen der Pfadfinderinnen als kleinen Anstecker (Finnenknopf). 

Finne ist man solange sich innerhalb eines Jahres aktiv in der Pfadfinderinnenschaft engagiert wird. Man zählt somit zu den aktiven Leiterinnen, Erfahrenen und "Älteren" in der aktuellen Generation der Jugendarbeit. Legt man die Funktion "Finne" ab, ist man wieder Pinne. 

 

Wenn man Finne in der Heliand Pfadfinderinnenschaft wird, wird der Verspruch unterschrieben: 

 

"Ich verspreche in der Hoffnung auf Gottes Hilfe und die Unterstützung durch die Gemeinschaft der Finnen, mich im nächsten Jahr als Finne der Heliand Pfadfinderinnenschaft im Evangelischen Jugendwerk zu engagieren. "